Türkisfarbener Kanal umgeben von karger Gebirgslandschaft.

Khasab: Ein kleines Fischerdorf im Oman!

Von Dubai brachte uns die Mein Schiff 5 über Nacht in den Oman nach Khasab (al-Chasab). Größer kann der Kontrast nicht sein. Khasab ist ein sehr kleines, traditionelles Fischerdorf an der Straße von Hormus, einer sehr schmalen Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet.

Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht – mit Ausnahme der umliegenden Natur in den Bergen und Fjorden -, die Kulisse der 25.000-Einwohner Stadt ist allerdings bildschön. Das türkisfarbene Meer erinnert an die Karibik und steht in einem wundervollen Kontrast zu den kargen Bergen, die die Stadt einfassen.

Und in dieser Kulisse lagen wir mit der riesigen Mein Schiff 5 in dem vergleichsweise kleinen Hafen von Khasab. Ganz blöd ist allerdings, dass uns ein paar Daten verloren gegangen sind. Jetzt haben wir noch sehr wenig Bilder, um euch einen Eindruck zu vermitteln:

Buntes Hafentreiben

Nach dem Aufstehen machten wir uns einen Kaffee und gingen auf unseren Balkon. Neben dem Blick Richtung Stadt zog uns das geschäftige Treiben an dem Hafen in seinen Bann. Unzählige kleine Boote voll beladen mit Waren legten unterbrochen an und wieder ab. Hierbei handelt es sich um kleine Frachtboote aus dem Iran. Ein interessantes Geschehen, das wir einige Zeit beobachteten.

Ins Zentrum

Wir entschlossen uns, die Stadt näher anzuschauen. Nachdem wir vom Schiff runter sind, schauten wir uns erst planlos auf dem Hafengelände um. Es sind etwa drei bis vier Kilometer in die Stadt und es war ziemlich heiß. Laufen wollten wir also nicht. Schnell wurde uns jedoch klar, dass einige geschäftstüchtige Einwohner schon warteten, um uns in die Stadt zu bringen oder sogar auf eine Tour mitzunehmen.

Wir wollten nur ins Zentrum und fanden hierfür schnell einen Fahrer, der uns für den Wucherpreis von 10 € (Euro werden im Oman gerne angenommen) gerne mitnahm. Aber ist es ein Zentrum? Es gibt dort einen kleinen Platz, ein paar kleine Läden, eine Moschee und einen Unterstand unter dem sich drei Obst- und Gemüsehändler niedergelassen haben.

Wir bummelten also durch die Gassen, an den Wohnhäusern und den teilweise davor stehenden Ziegen vorbei. Ein, zwei kleine „Tante-Emma-Läden“ schauten wir uns von innen an und gingen dabei langsam wieder Richtung Hafen.

Khasab Fort

Das Khasab Fort lag vor dem Ausbau des Hafens direkt am Wasser und war die Verteidungsfestung Khasabs. Heute dient sie nicht mehr zur Verteidigung sondern als Heimat- und Geschichtsmuseum. 

Der Eintritt ist spottbillig und ihr könnt ein wenig in das traditionelle Khasab eintauchen. Es gibt nicht sehr viel zu sehen und ihr seid schnell durch das Fort gelaufen, aber wenn ihr da seid, lohnt sich der Besuch. Die Türme sind z.B. Mit traditionellen Möbeln eingerichtet, sodass ein authentischer Einblick gewährt wird. Darüberhinaus kann man alte Dhaus, archäologische Fundstücke und alte Handwerkskunst in dem Museum entdecken und bewundern.

Spannend ist auch der Ausblick von den Wachtürmen über die Stadt und auf den Hafen. Hierfür müsst ihr allerdings durch eine kleine Luke oder ein eher ein etwas höher gelegenes Fenster klettern. Das stellt für den „Durchschnitts-Besucher“ aber kein Problem dar. 

Supermarkt

Bevor wir wieder zum Schiff spazierten, gingen wir noch in den dem Fort gegenüberliegenden Supermarkt. Wir waren einfach neugierig, was es so gibt und wie es aussieht. Aber warum erwähnen wir den Supermarkt? Ausgefallene Köstlichkeiten? Nee, die sind gar nicht so hängen geblieben. Der Grund ist eigentlich ganz banal: Wir haben noch nie so penibel auf- und eingeräumte Supermarktregale gesehen!

Fazit

Sollte man Khasab besuchen? Während der Kreuzfahrt war es ganz interessant, aber ob wir sonst auf die Idee kommen würden? Eher nicht. Khasab ist tatsächlich mehr Dorf als Stadt. Dementsprechend hat es wenig zu bieten. Mit Ausnahme der atemberaubenden Natur. Auch wenn wir hier auf einen Ausflug verzichtet haben, haben wir von den Mitreisenden bestätigt bekommen, dass die Ausflüge in die Natur traumhaft waren. Die Berglandschaften sind karg doch wundervoll, noch besser sollen jedoch die Fjordlandschaften sein. Hier habt ihr auch eine gute Chance von Delfinen begleitet zu werden.

Also als Naturliebhaber auf einem Roadtrip durch den Oman, solltet ihr euch mit einem Abstecher für ein oder zwei Nächte nach Khasab beschäftigen. Ansonsten eher nicht.

Seid ihr auch schon in Khasab gewesen? Was habt ihr erlebt, wie hat es euch gefallen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular und teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf euer Feedback!