Der Blick vom Tafelberg auf Kapstadt. Links der Lion Head und der Signal Hill am Ende des Bergrückens, die Stadt und das blaue Meer unter einer tollen Wolkenformation.

Kapstadt: Drei Tage in der Mother City!

Von der Kaphalbinsel ging es  für uns direkt nach Kapstadt, wo wir die letzten Tage auf unserem Südafrika-Roadtrip verbrachten. Die Mother City Südafrikas wollten wir unbedingt erleben. Allein die Szenerie der Stadt ist traumhaft: Der Tafelberg immer im Hintergrund, dazu der scheinbar unendliche Ozean und mittendrin das facettenreiche Kapstadt.

Bevor wir die Stadt erkunden konnten, mussten wir zunächst unseren Wagen zum Flughafen bringen. Da wir ihn die letzten beiden Tage in der Stadt nicht mehr brauchten, wollten wir ihn auch direkt wieder abgeben. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten von unserer Airbnb-Unterkunft an der Main Road (gegenüber da V&A Waterfront) bis zum Flughafen. Für den Rückweg nutzten wir Uber. Tipp: In Kapstadt könnt ihr super mit Uber von A nach B kommen.

Überblick durch Hop-on/Hop-off-Tour

Um einen Überblick über eine Stadt zu bekommen, nutzen wir gerne Hop-on/Hop-off-Touren. Da wir direkt an der V&A Waterfront untergekommen sind und dort der Startpunkt der Tour war, bot es sich für uns natürlich wieder an. Die Tickets kosteten etwa 23,00 € p. P. für zwei Tage. Ein guter Preis, wenn man bedenkt, dass der Bus auf vier Routen etwa alle 15 Minuten zwischen 26 Haltestellen pendelt. Sehr gut also auch als Transportmittel.

Und dafür nutzten wir ihn auch hauptsächlich, nachdem wir die rote Linie abgefahren sind: Einmal um den Lions Head und den Signal Hill, direkt am Meer entlang, mit einem kleinen Abstecher hoch zur Seilbahn am Tafelberg – perfekt für die erste Orientierung und tolle Aussichten!

Mappe der City Sightseeing Route

Einige wenige Eindrücke in Bildern:

Spaziergang in Kapstadt

Ursprünglich hatten wir geplant auch in Kapstadt an einer Free Walking Tour teilzunehmen. Irgendwie hat sich dieses Vorhaben jedoch zerschlagen. Zu warm, zeitlich sehr knapp, zu weit weg – die üblichen Hindernisse…

Also spazierten wir selbst ein wenig durch die Stadt und konzentrierten uns hauptsächlich auf zwei Viertel: Die Gegend um die Long Street, also die Stadtmitte und Bo-Kaap, das kunterbunte Viertel am Fuße des Signal Hill.

Stadtmitte, Long Street

Zunächst stiegen wir im Zentrum aus dem Hop-on/Hop-off Bus. Die Long Street ist quasi die Hauptstraße Kapstadts. Sie ist über 3 Kilometer lang und über 300 Jahre alt. Daher seht ihr hier viele tolle, alte Häuser. Oft sind diese im viktorianischen Stil erbaut und besitzen einige gusseiserne Elemente. Im Inneren finden sich meistens Bars, Restaurants oder kleine Läden. Dementsprechend ist es hier sehr quirlig, laut und voll. Dennoch lohnt sich ein kleiner Abstecher, wie wir finden (obwohl wir mit Bildern gegeizt haben).

In der Nahe der Long Street ist der Greenmarket Square. Ein kleiner Platz in der Innenstadt, direkt neben der Methodistischen Kirche. Auf diesem kleinen Markt findet ihr viele Souvenirs, die meist günstiger sind als etwa an der V&A Waterfront. Zudem könnt ihr von hier aus perfekt durch die Innenstadt bummeln. Viele Straßen gehen direkt von dem Greenmarket Square ab, sodass der Markt einen optimalen Ausgangspunkt bietet. Zur Stärkung findet ihr unzählige einladende Cafés in der Umgebung.

Bo-Kaap

Der etwa einen Quadratkilometer große Stadtteil Bo-Kaap ist sehr bekannt durch seine knallbunten, auffälligen Häuser. Vom Stadtzentrum ist es nicht sehr weit bis an den Hang des Signal Hills. Der Abstecher lohnt sich!

Im 18. Jahrhundert wurde der Stadtteil von freigelassenen Sklaven besiedelt. Da sie während der Sklaverei nur braun und grau tragen durfte, sollen die bunten Fassaden ein Zeichen der wiedererlangten Freiheit sein. Heute leben überwiegend Muslime hier und es befinden sich zehn Moscheen in diesem Viertel. Es ist historisch und kulturell ein sehr spannendes Viertel. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, besucht ebenfalls das Bo-Kaap Museum in der 71 Wale St.

Ansonsten: Schlendert unbedingt durch die steilen Straßen und schaut euch um. Das Viertel versprüht durch seine Farben karibisches Flair.

Ausflug auf den Tafelberg

Mit dem Hop-on/Hop-off Bus fuhren wir zum Tafelberg. Bei unserem ersten Besuch (gegen 11:00 Uhr) war die Schlange an der Seilbahn jedoch so lang, dass wir zwei Stunden hätten warten müssen – oder zu Fuß hoch kraxeln. Wir entschieden uns später wiederzukommen. Am Nachmittag (gegen 15:00 Uhr) war die Situation viel besser und wir benötigten etwa 45 Minuten bis auf den Tafelberg.

Mit der Seilbahn gelangt ihr bequem auf den 1.087 Meter hohen Tafelberg. Während der etwa 1.200 Meter langen Fahrt mit der Seilbahn überwindet ihr ca. 700 Höhenmeter. Die Fahrt dauert ungefähr 7 Minuten und währenddessen dreht sich der Boden der Gondel um 360°, sodass ihr einen tollen Blick in jede Richtung genießen könnt. Tipp: Schaut vorab online nach den Wartezeiten für die Lower (Auffahrt) und Upper Station (Rückfahrt). Die Infos findet ihr unter https://www.tablemountain.net.

Auf den Tafelberg angekommen, entfernt ihr euch am besten ein bisschen von dem Trubel an der Seilbahnstation um den Ausblick wirklich genießen zu können. Schaut ihr Richtung Meer habt ihr auf der linken Seite den Lion’s Head und Signal Hill, direkt unter euch die City Bowl und zur rechten Hand den Devil’s Peak. Genial! Und wenn euch das noch nicht reicht, geht ihr einfach zur Südseite und blickt über die 12 Apostel bis hin zur Kaphalbinsel. Die Ausblicke sind atemberaubend! leider war es sehr stürmisch und frisch, als wir auf dem Tafelberg waren. Tipp: Habt eine Jacke o. ä. dabei!

Sunddowner am Signal Hill

Ein Sonnenuntergang auf dem Signal Hill wollten wir uns nicht entgehen lassen. Da passte es doch perfekt, dass im Hop-on/Hop-off Bus Angebot ein Sundowner-Tour inbegriffen war. Von der V&A Waterfront fuhren wir mit dem Bus direkt hinauf auf den Signal Hill. Die Hintour war so sehr entspannt, da wir uns nicht um einen Parkplatz kümmern mussten – es ist nämlich schon sehr voll dort zum Sonnenuntergang.

Wir chillten uns also mit unseren Snacks und Getränken – die wir vorher im Supermarkt besorgt haben, obwohl auch oben auf dem Signal Hill geschäftstüchtige Südafrikaner anzutreffen sind – auf ein schönes Plätzchen und blickten über das Meer und Kapstadt auf den Sonnenuntergang. Die Atmospähre dort war einsame Spitze: Um einen herum überall entspannte Menschen, die einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen und auf Film und Video festhielten.

Nachdem die Sonne mit Applaus verabschiedet worden war, ging es im Bus wieder zurück. Die Rückfahrt war allerdings langwierig, da die Straße schmal war und überall Autos an den Seitenrändern standen, so dass unsere Busfahrerin Millimeterarbeit leisten musste. Für uns bot sich dadurch jedoch die Gelegenheit ein paar Nachtaufnahmen der Stadt mit dem Smartphone zu knipsen. Tipp: Verpasst auf keinen Fall den Sonnenuntergang auf dem Signal Hill, wenn ihr Kapstadt besucht!

V&A Waterfront

Das alte Werft- und Hafenviertel Kapstadts wurde durch Investoren zu einem wundervollem Freizeit- und Unterhaltungsviertel mit unzähligen Shoppingmöglichkeiten umgestaltet: Der Victoria & Alfred Waterfront. Das Viertel ist zwar sehr touristisch und entsprechend voll, doch es ist wirklich super schön geworden. Ihr könnt zwischen den alten Werftgebebäuden – die heute kleine Läden und Cafés beherbergen – hindurch schlendern und allerhand tolle Sachen entdecken. Allerdings sind die Souvenirs und Mitbringsel hier etwas teurer.

Darüber hinaus bieten sich weitere Möglichkeiten für euch: Eine Hafenrundfahrt, Helikopterrundflüge, eine Fahrt im Riesenrad oder der Besuch des Two Ocean Aquarium. All das ist möglich an der V&A Waterfront. Und in unmittelbarer Nähe findet sich das WM-Stadion Kapstadts, das bestimmt ebenfalls einen Besuch wert ist.

Das beste ist dennoch die unglaublich tolle Szenerie: In den Hafenbecken der Tafelbucht liegen die kleinen Yachten und Segelboote und im Hintergrund erhebt sich der Tafelberg. Sicherlich eines der schönsten Stadtpanoramen der Welt.

GOLD Restaurant

Hier wird Essen zum Erlebnis! Neben dem Menü mit 14 unterschiedlichen Spezialitäten aus ganz Afrika wird eine kurzweilige, traditionelle Show aus Tanz, Gesang und Trommeln geboten. Teilweise auf der Bühne und teilweise zwischen den Tischen wird man unterhalten und taucht in die afrikanische Kultur ein. Julia hat sogar selbst das Tanzbein geschwungen und dabei ein paar afrikanische Tanzschritte gelernt – leider habe ich so gebannt zugesehen, dass ich kein Video davon habe.

Neben der Show ist noch zu erwähnen: Das Essen ist sehr, sehr lecker. 14 Kleinigkeiten aus unterschiedlichen Ländern Afrikas werden in mehreren Gängen serviert und sehr liebevoll präsentiert. Die jeweils aktuelle Speisekarte findet ihr auf der Homepage des Restaurants. Leider haben wir nur ein paar Schnappschüsse mit dem Smartphone gemacht:

Kapstadt eine traumhafte Metropole

Obwohl wir nur kurz in Kapstadt waren, sind wir schon ein bisschen verliebt in diese Metropole. Die Lage direkt am Meer, den Tafelberg immer im Rücken, wunderschöne Strände und offene, nette Menschen. Das Essen ist lecker, die Preise sind (noch) nicht hoch und es gibt super viel zu erleben und zu entdecken. Dass Kapstadt eine eher unsichere Stadt sein soll, haben wir nicht erlebt. Wir fühlten uns an den Orten, an denen wir uns bewegten, zu keiner zeit unsicher. Gegenden die man meiden sollte, gibt es schließlich in jeder Großstadt.

Es gibts also nichts zu meckern und wir würden bei Gelegenheit sofort wieder nach Kapstadt fliegen!

Seid ihr auch schon in Kapstadt gewesen? Welche Orte und Sehenswürdigkeiten habt ihr besucht? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular und teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf euer Feedback!