Ein blaues Sandboard mit weißen Bindungen liegt im Sand der Düne.

Atlantis Dunes: Sandboarden in der Nähe Kapstadts!

Zum Abschluss unseres Südafrika-Roadtrip gab es noch ein sportliches Highlight für uns: Sandboarden in den Atlantis Dunes weit vor den Toren Kapstadts!

Nachdem wir über das Sandboarden gelesen hatten, wollten wir es unbedingt ausprobieren und buchten den Spaß bei Sandboarding Cape Town. Gleich vorab: Es war anstrengend und schmerzhaft, hat aber extrem viel Spaß gemacht!

Anfahrt

Wir wurden direkt an unserer Unterkunft abgeholt und sind dann mit den anderen sportlichen Urlaubern Richtung Atlantis Dunes gefahren. Die Fahrt dauerte etwa eine dreiviertel Stunde, war aber total kurzweilig, da es über unbekannte Straßen ging und man den Rest der Gruppe schon ein klein wenig kennenlernen konnte.

Als wir an den Atlantis Dunes angekommen sind, warteten noch ein paar Teilnehmer auf uns und kurz darauf traf auch Dylan mit seiner Crew ein. Er hatte noch zwei Mitarbeiter dabei, die uns halfen die Sandboards zu wachsen, damit sie immer schön glatt und schnell genug waren. Sobald wir dann alle beisammen waren, stiegen wir auf die Ladefläche des Allradlers und düsten durch die Dünen zu unserem Platz. Wichtiger Hinweis: Es gibt dort keine Toiletten!

Sandboarden in den Dünen

Da wir drei Stunden lang über Mittag in den Dünen waren, hatte Dylans Team uns bereits einen Sonnenschutz aufgebaut unter dem wir uns vorbereiten und unsere Sachen lagern konnten. Zunächst gab Dylan uns eine kurze Einweisung. Die Stürze auf den Dünen können trotz Sand sehr unangenehm sein, da nur die obere Sandschicht wirklich fein ist. Darunter befindet sich eine durchaus schmerzhafte Sandschicht. Daher waren wir alle sehr aufmerksam bei der Einweisung.

Erste Versuche

Unsere ersten Fahrversuche starteten wir auf halber Höhe und nicht direkt ganz oben von der Düne. Wir zogen alle eine kleine Mulde mit unseren Brettern in den Sand, zogen die Bindungen straff und standen bereit. Jetzt wo es ernst wurde, haben wir uns alle nur angeguckt. Keiner wollte so recht den Anfang machen. Bis sich der erste ein Herz nahm und… nach ein paar Metern stürzte. So erging es dann fast allen von uns beim ersten Mal, außer Julia. Julia fuhr unfallfrei die Düne hinunter.

Ab nach oben

Nach zwei, drei Versuchen haben wir es alle mindestens einmal ohne Sturz nach unten geschafft. Dylan brachte uns daher noch ein Stückchen weiter nach oben. Wir standen dann dort mit unseren frisch gewachsten Brettern, super vorbereitet, aber trotzdem wieder mit reichlich Respekt. Bis auf ein Spanier in unserer Gruppe. Mutig legte er mit großen – aber witzigen – Tönen los und landete hart, sehr hart im Sand. Glücklicherweise war er ein Stehaufmännchen und lächelte den Sturz weg. Mir ging es die meiste Zeit nicht anders. Gefühlt lag ich mehr im Sand als das ich auf dem Sandboard stand. Julia hingegen entpuppte sich mehr und mehr als Naturtalent.

Auf die Spitze

Trotz der vielen Stürze schlug Dylan vor noch weiter nach oben zu fahren. Er hat wohl schon weit schlimmere Athleten als uns auf der Düne gehabt. Es ging ganz nach oben auf die Düne. Die Abfahrt auf der anderen Seite war auch um einiges schwieriger, da wir aufgrund der Beschaffenheit der Düne automatisch einen Bogen fuhren. Auf Dylans Empfehlung fuhren wir zunächst im Sitzen hinab, um ein Gefühl für die Düne zu bekommen. Das hat auch sehr viel Spaß gemacht. In etwa so wie Schlitten fahren im Schnee.

Doch der Moment kam: Einer nahm die Abfahrt im Stehen. Natürlich weckte das unseren Mut. Wenn auch sehr zaghaft. Letztlich trauten wir uns alle. Sogar ich habe es einmal ohne Sturz geschafft!

Eine ganze Weile stürzten wir uns noch die Düne hinunter. Doch nach etwa 2,5 Stunden war bei uns die Luft raus. Wir waren kaputt und langsam zollten die Stürze ihren Tribut – die Schmerzen kamen langsam zum Vorschein.

Chauffeur

Wir haben die Ultimate 4×4 Tour für 650 Rand (ca. 43,00 €) p. P. gebucht. Das Gute daran ist der Fahrservice. Dylan hat uns regelmäßig auf der Ladefläche seines Allradlers wieder auf die Düne gefahren. So mussten wir nicht nach jeder Abfahrt wieder mühsam die nicht gerade kleine Düne wieder hochkraxeln. Wir empfehlen diese Variante absolut, da das Sandboarden anstrengend genug ist. Außerdem machen die Auffahrten auf der Ladefläche auch richtig Spaß.

Spaßfaktor

Trotz aller Stürze – ich bin im Gegensatz zu Julia fast immer gestürzt – war es ein extrem cooles Erlebnis die Sanddünen hinunter zu fahren bzw. fallen. Dabei ist nicht nur das Sandboarden für sich ein Erlebnis, allein diese gewaltige Dünenlandschaft ist bereits sehenswert. Wir hatten eine tolle Zeit und in unserer Gruppe super viel Spaß. Da störte es auch nicht, dass wir noch zwei Tage später Sand in den Ohren hatten oder dass wir am Tag danach jeden Knochen im Körper gespürt haben.

Der Spaß, den wir hatten, überwiegt den Sand und die Schmerzen! Deshalb können wir Sandboarden definitiv empfehlen!

Video

Noch ein kurzes Video zum Schluss:

Seid ihr auch schon Sandboarden gewesen? Wo seid ihr gefahren, wie hat es euch gefallen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular und teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf euer Feedback!