Begrüßungsschild des WInter Wonderland im Hyde Park.

Winter Wonderlondon – zauberhafte Weihnachten

Julia und ich lieben London, Julia liebt Weihnachten und die Vorweihnachtszeit und wir sind beide Harry Potter Fans. Was ist da nahe liegender als ein zauberhaftes, weihnachtliches Wochenende in London? Also rauf auf den Besen…äh nein…rein in den Flieger und los. Unser dritter gemeinsamer Besuch in London am 3. Advent 2015. Es gab immer noch (oder schon wieder?) unglaublich viel zu entdecken für uns und sogar ich war beeindruckt von der weihnachtlichen Atmosphäre!

Weihnachten in London

Angekommen in Stanstead fuhren wir mit dem Bus zur Liverpool-Station und gaben dort unsere Koffer ab, da wir erst um 15:00 Uhr in unserem Hotel einchecken konnten. Wir waren auch dieses Mal im Travelodge London Central Bank untergekommen. Das Hotel ist einfach, sauber und liegt sehr zentral, etwa 7 Gehminuten von St. Paul’s Cathedral. Die U-Bahnstationen Bank, Monument und Cannon Street sind in unmittelbarer Nähe. So konnten wir alles gut erreichen.

Hamley’s

Nachdem wir unsere Koffer also sicher und trocken verstaut hatten, mussten wir zunächst den weihnachtlichen Spielbetrieb in uns befriedigen. Wir gingen direkt zu Hamley’s, den mit Abstand coolsten Spielzeugladen den wir kennen. Hier ist man auch erwachsen gerne! Die Angestellten führen die Spielzeuge vor und man kann sie auch an jeder Ecke selbst ausprobieren – klasse, wir hätten am liebsten den halben Laden gekauft…

Mitarbeiter führen die Spielsachen bei hamley's vor.

Weihnachtliches Stadtbild

Überall glitzert und leuchtet es in London zur Weihnachtszeit. Über den Einkaufsstraßen – insbesondere der Oxford und Regent Street – hängt festliche Beleuchtung. Straßen, Plätze und Schaufenster sind weihnachtlich dekoriert und in der ganzen Stadt sind kleine, beschauliche Weihnachtsmärkte aufgestellt. So gibt es neben dem Winter Wonderland im Hyde Park noch das Winterville im Victoria Park, einen Weihnachtsmarkt auf dem Leicester Square oder das Winter Festival in Southbank Centre.  Das bringt jeden Besucher in Adventsstimmung.

Neben den Märkten und der festlichen Beleuchtung gehören Eislaufflächen ebenso zum vorweihnachtlichen London. Denn, nicht nur im Hyde Park könnt ihr Schlittschuh laufen. Ihr findet Eislaufbahnen z.B. ebenfalls am London Eye oder vor dem Natural History Museum.

Eine kleine Enttäuschung gab es aber auch: der vielgepriesene, riesige Weihnachtsbaum am Trafalgar Square war eher ein hässliches Bäumchen mit Lichterkette als eine wunderschöne Weihnachtstanne. Dafür war der Trafalgar Square voll mit Weihnachtsmännern. Wir wissen nicht, ob das eine Tradition unter englischen Jugendlichen ist oder reiner Zufall. Wenn ihr es wisst, hinterlasst uns gerne einen Kommentar – vielleicht haben wir einen witzigen Brauch verpasst?

Aktuelle Weihnachtsmärkte und Plätze mit Eislaufbahnen findet ihr hier.

Leider hatten wir kein Stativ für bessere, stimmungsvolle Bilder dabei. Einen kleinen Eindruck versuchen wir euch dennoch zu bieten.

Camden Market

Ein Besuch des Camden Market gehörte ebenso zu unserem Kurztrip. Wenn man hier aus der U-Bahn kommt, staunt man immer wieder. Camden Town ist so ein wunderschön verrücktes Viertel. Die Häuser sind Kunstwerke, die Shops sind total abgefahren und leckeres Essen gibt es auch an jeder Ecke. Natürlich bekommt ihr bei winterlichen Temperaturen auch einen leckeren, heißen Glühwein auf dem Camden Market, keine Frage. Wenn ihr diesen Stadtteil noch nie zuvor besucht habt, plant 2 – 3 Stunden dafür ein. Der Markt ist unterteilt in 6 Bereiche und die Läden haben tatsächlich eine Spannweite von bizarr, über ausgefallen bis normal und werden euch sicherlich neugierig machen.

Wenn ihr mehr über Camden Market erfahren wollt, schaut doch hier auf der offiziellen Homepage oder bei Wikipedia. Aber am besten besucht ihr den Markt selbst!

Ein paar Eindrücke könnt ihr der Galerie entnehmen.

Harrod’s

Das berühmte Kaufhaus Harrod’s. Fast jeder hat bereits diesen Namen gehört. Zu Weihnachten sollte uns hier etwas ganz besonderes erwarten. Eine komplette Etage umgebaut in einen riesigen Weihnachtsshop. Da konnte Julia natürlich nicht widerstehen und wir gingen hin. Leider war es enttäuschend. Eine riesige Christmas World fanden wir zwar vor, aber sie war überfüllt, eng und besondere oder ausgefallene (Weihnachts-) Artikel sind uns auch nicht ins Auge gesprungen. Selbst die Weihnachtselfe Julia kam hier nicht richtig in weihnachtliche Stimmung.

Christmas World im Harrod's.

Winterville im Victoria Park

Wir besuchten das Winterville im Victoria Park an einem Nachmittag. Man kann es recht gut mit U-Bahn und Bus erreichen, aber es liegt dennoch ein wenig außerhalb der bekannten Hotspots. Mit unserer Oyster-Card in der Tasche konnte uns das aber nicht abhalten.

Die Ernüchterung kam bei der Ankunft. Eine Stunde Fahrtzeit für einen lieblosen und nahezu unbesuchten Jahrmarkt. Das war schade. Die Eislaufbahn stand mehr oder weniger unter Wasser, zwischen den Buden und Fahrgeschäften waren viele leere Stellflächen, die zum Teil mit Bretterwänden abgegrenzt wurden. Es wirkte wirklich sehr, sehr trist und wir hatten auch nicht das Gefühl, dass es dort am Abend stimmungsvoller werden könnte. Aber vielleicht waren wir tatsächlich nur zur falschen Zeit im Winterville.

Beim Schreiben habe ich jetzt auch festgestellt, dass wir nicht ein einziges Foto im Winterville gemacht haben. Das sagt auch ein bisschen aus über die Atmosphäre, die wir dort erlebt haben. Und laut Winterville-Homepage macht der Markt in 2016 gar eine Pause und startet erst wieder im Winter 2017. Vielleicht nutzen die Veranstalter diese Pause um etwas mehr aus dem Markt zu machen.

Winter Wonderland im Hyde Park

Als es langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg die Lichterwelt des Winter Wonderland im Hyde Park zu besuchen. Bereits als wir die U-Bahn verließen und den Hyde Park betraten war es sehr voll. Vor den Toren des Parks waren die Schlangen sehr lang. Aufgrund der Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris waren die Sicherheitsvorkehrungen bzw. Einlasskontrollen verschärft worden. Es wurde jede Tasche und jeder Rucksack kontrolliert. Und trotzdem ging es recht zügig voran – sehr gut.

Im Park angekommen, drehten wir uns herum und sahen überall die bunten Lichter und der Geruch von Zimt, Glühwein und anderen Leckereien stieg in unsere Nase. Es ist eine Mischung aus Jahrmarkt und traditionellem Weihnachtsmarkt. Neben vielen Fahrgeschäften, einer Eislaufbahn und Unterhaltungszelten, gibt es auch kleine Marktstände an denen ihr noch ein paar Weihnachtsartikel kaufen könnt.

Essen, Trinken und Feiern kommt auch nicht zu kurz. Neben vielen kleinen Essständen und Glühweinbuden gibt es auch große Zelte in denen Live-Bands spielen und eine ausgelassene Stimmung vorzufinden ist. Das einzige was die Stimmung vielleicht etwas trüben kann, sind die saftigen Preise. Für einen 0,2 l-Becher Glühwein zahlten wir ca. 6,50 €, eine Bratwurst kostete etwa 4,00 €.

Was wirklich auffällig war: Der Markt ist sehr deutsch. Die Beschriftung vieler Buden ist auf deutsch (z.B. die „Wilde Maus“), auf den Preislisten ist häufig „Glühwein“ zu lesen anstatt der englische Begriff „Mulled Wine“ und es ist sogar ein Bavarian Village aufgebaut. Dort werdet ihr von einer ca. 10 m hohen Figur in bayerischer Tracht, die sich mit einem Buntspecht (?) unterhält, empfangen. Schon irre!

Einen guten und interessanten Artikel zum Winter Wonderland fanden wir hier in der FAZ, dort erfahrt ihr auch ein paar Hintergrundinformationen warum ihr so viele deutsche Traditionen mitten in London entdecken könnt. Auch vom Winter Wonderland haben wir leider nicht so viele Bilder, aber schaut auf jeden Fall unser Video an!

Natural History & Science Museum

Nach all dem weihnachtlichen Spaß nahmen wir uns noch einen Tag Zeit, um sowohl das Natural History Museum als auch das Science Museum zu besuchen. Vor dem Natural History Museum war eine große Eislaufbahn aufgebaut und hauchte diesem Ausflug ebenfalls viel weihnachtliche Atmosphäre ein.

Natural History Museum

Vor dem Natural History Museum gab es eine recht lange Schlange, trotz derer man dennoch schnell vorankam und nicht allzu lange in der kalten Londoner Luft warten musste. Der Eintritt ins Museum ist frei. Bereits der Eingang des Gebäudes ist imposant, die Haupthalle in die ihr direkt gelangt, ist aber noch beeindruckender!

In der riesigen Haupthalle werdet ihr von einem großen Dinosaurier-Skelett begrüßt. Und wer jetzt schon begeistert ist, kann sich auf die weiteren Ausstellungen freuen! Es warteten noch viele weitere Dinosauerier-Skelette auf uns in der Dino-Austellung. Daneben gab es viele Informationen zur Durchführung von Ausgrabungen und den verwendeten Werkzeugen, bevor wir am Ende von einem animierten Tyrannosaurus Rex verabschiedet wurden.

Fasziniert von der Dinosaurier-Austellung gingen wir zügig durch die Mineralien-Ausstellung – hierfür konnten wir uns überhaupt nicht begeistern – und schauten uns die anderen Ausstellungen an. Ihr findet in dem Museum eine riesige Anzahl an ausgestellten Tieren. Darunter sind Säugetiere, Fische, Reptilien und Amphibien, ein Mammut und ein lebensgroßer Blauwal. Wer danach noch nicht geplättet ist von den ganzen Eindrücken, kann sich über unsere Flora und Fauna informieren oder etwas über Erdbeben, Vulkanausbrüche oder die Evolution entdecken.

Das Museum ist für Naturkundefans und naturwissenschaftlich Interessierte ein Muss, für alle anderen London-Touristen unter euch ist es eine klasse Aktivität, vor allem an verregneten Tagen. Informiert euch vor eurem Besuch auf der Homepage über aktuelle Ausstellungen (diese sind jedoch meist kostenpflichtig).

Science Museum

Nur ein paar Meter um die Ecke befindet sich das Science Museum. Wie im Natural History Museum ist der Eintritt frei, lediglich um eine Spende wird man gebeten. Hier dreht sich alles um Wissenschaft und Technik.

Das Science Museum bietet viele faszinierende Ausstellungsstücke aus den unterschiedlichsten Gebieten. Ihr findet hier die Themen Luftfahrt- und Raumfahrt, Automobile, Energie, Landwirtschaft und noch vieles mehr. Schaut euch Autos, Flugzeuge, Triebwerke oder Raumsonden, eine alte Dampflok, das erste Telefon oder ein altes Mikroskop an. Lasst euch überraschen von den Wundern der Technik und ihrer Entwicklung.

Daneben bietet auch das Science Museum viele interaktive Möglichkeiten. Für Technik- und Museumsfans ebenfalls ein Muss, für alle anderen: Sollte es nach eurem Besuch im Natural History Museum immer noch regnen, besucht das Science Museum – Harrod’s ist verlockend nahe, kann aber warten!

Eine Map des Science Museums findet ihr auf dieser Seite des Museums.

Harry Potter Studios

Neben den ganzen Highlight-Erlebnissen dieses Urlaubes war die Besichtigung der winterlich geschmückten Warner Bros. Studios zur Harry Potter Studio-Tour das absolute Top-Highlight für uns. Daher bekommt unser Besuch in der Zauberwelt von Harry, Ron und Hermine seinen eigenen Beitrag.

Videos

Winter Wonderlondon

Hamley’s

Winter Wonderland

Natural History & Science Museum

Habt ihr Fragen, Ergänzungen oder Anregungen? Seid ihr auch schon zur Weihnachtszeit in London gewesen? Wie hat es euch gefallen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf euer Feedback!