Ein Büffel steht gemütlich auf der Straße.

Safari: Die besten Tipps und Hinweise für Unerfahrene!

In Südafrika haben wir wieder etwas Neues ausprobiert: Wir waren auf Safari! Dabei haben wir uns nicht nur für geführte Touren mit Guides entschieden, sondern sind die meiste Zeit allein mit dem Mietwagen unterwegs gewesen.

Wie es bei neuen Sachen so ist, ist man am Anfang etwas unsicher, weiß nicht, wie man sich verhalten soll. Die Spielregeln für das neue Abenteuer sind noch nicht so bekannt. Und dennoch möchte man alles richtig machen. Das ist ohne Hilfe nicht immer leicht. Deshalb wollen wir euch in diesem Artikel anhand unserer Erfahrungen die besten Tipps und Hinweise für eure ersten Safarierlebnisse geben.

Für uns haben sich drei Kategorien herauskristallisiert, die wichtig und zu beachten sind, wenn eure Safari ein tolles Erlebnis werden soll: Respekt, Sicherheit und Wohlbefinden.

Vorher noch drei allgemeine Hinweise bzw. Tipps:

  • Wenn ihr mehrere Nationalparks besuchen wollt, schaut euch im Vorfeld die Eintrittspreise an und vergleicht, ob sich für euch nicht eine Wild Card lohnt. Die Wild Card kauft ihr einmalig und habt mit ihr ein Jahr lang die Möglichkeit über 80 Nationalparks in Südafrika zu besuchen.
  • Beim Eintritt in die Nationalparks erhaltet ihr einen Bon. Diesen müsst ihr unbedingt aufbewahren, da ihr ihn bei der Ausfahrt wieder abgeben müsst. Verliert ihr ihn, müsst ihr eventuell ein zweites Mal den Eintrittspreis zahlen.
  • Schusswaffen, Messer, Alkohol, Drohnen und Haustiere dürfen nicht in die Parks mitgebracht werden.

Respekt auf Safari

Ein respektvoller Umgang mit den Tieren und der Natur sollte für jeden Besucher des Nationalparks eine Selbstverständlichkeit sein. Auch wenn die Nationalparks von Menschen eingezäunte und überwachte Gebiete sind, sind sie immer noch der Lebensraum wilder Tiere. Und in deren Lebensraum dringen wir ein. Folgende Punkte sind für uns unter einem respektvollen Umgang zu verstehen:

  • Nehmt euren Müll wieder mit oder entsorgt ihn in den dafür vorgesehenen Abfalleimern an Rastplätzen oder in eurem Camp.
  • Schmeißt keine Zigarettenstummel aus dem Auto  – hier besteht neben der Umweltverschmutzung noch ein hohes Buschbrandrisiko!
  • Pflückt keine Pflanzen und Blumen, um sie mitzunehmen. Ihr zerstört damit einen Teil der Natur vor Ort und schafft woanders eventuell ein schädliches Ungleichgewicht.
  • Nehmt natürlich auch keine Tiere aus dem Park mit! Alles in den Parks gehört dort hin, in genau diesen Lebensraum!
  • Seid nicht unnötig laut! D.h. macht keine laute Musik an, hupt nicht oder schreit um auf euch aufmerksam zu machen. All das stört die wilden Tiere!
  • Haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzung (meist 40 km/h). Es ist sogar wahrscheinlicher Tiere zu entdecken, wenn ihr langsamer unterwegs seid (20-30 km/h).
  • Gebt den Tieren Vorrang! Ihr seid bei ihnen zu Besuch, nicht andersherum. Wenn ein Tier die Straße überqueren will, hat es Vorrang.
  • Lasst den Tieren ihren Freiraum! Auch wenn sie an Autos gewöhnt sind, bleiben es wilde Tiere. Und diese brauchen ihren Freiraum. Rückt ihnen deshalb nicht so auf die Pelle (es ist auch sicherer!).
  • Füttert keine Tiere! Dadurch verlieren sie ihre natürliche Scheu und den Respekt vor Menschen und werden vielleicht sogar zur Gefahr!
  • Fahrt nicht über Elefantenkacke! Hier könnten sich schon Mistkäfer an die Formung eines Dungballs gemacht haben. Dieser Vorgang ist sehr wichtig für das Ökosystem. Habt also auch Respekt vor all den Kleinen in den Parks!
Ein Zebra schlendert über die STraße

Vorfahrt achten!

Eine Agame auf der Straße

Achtet auf die Kleinen!

Sicherheit auf Safari

Ein wichtiger Aspekt auf Safaris ist natürlich die Sicherheit. Doch auch hier ist es nicht schwer, durch das Einhalten einiger weniger Regeln nichts zu riskieren und den Park ohne Kratzer und Bissspuren wieder verlassen zu können. Am Eingang der Nationalparks waren die Ranger und Mitarbeiter tendenziell etwas wortkarg. Achtet für Sicherheitshinweise auf die Schilder am Parkeingang, die euch zudem anzeigen, wann die Gates öffnen und schließen. So wisst ihr auch gleich – bei einem Tagestrip – bis wann ihr den Park wieder verlassen müsst.

Mit folgenden Regeln und Verhaltensweisen seid ihr in den Parks auf der sicheren Seite:

  • Auch hier noch einmal: Haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Tiere können urplötzlich aus dem Busch auftauchen. Und sie müssen nicht klein sein, um sich gut verstecken zu können.
  • Fahrt aufmerksam und vorsichtig, um weder euch noch eure Mitmenschen und Tiere zu gefährden!
  • Steigt nicht aus dem Auto aus, es sei denn, es ist ausdrücklich erlaubt. Dies ist teilweise an Rastplätzen und Aussichtspunkten der Fall. Aber bedenkt: Auch hier könnt ihr immer auf wilde Tiere treffen – seid umsichtig!
  • Lehnt euch nicht aus dem Auto, fahrt nicht auf der Ladefläche mit und haltet die Fenster geschlossen.
  • Haltet Sicherheitsabstand zu den Tieren ein! Nicht nur für das Wohlbefinden der Tiere, vielmehr auch für eure eigene Sicherheit. Einem Elefantenbullen zu dicht zu kommen, kann unschön enden.
  • Solltet ihr dennoch mal sehr dicht an den Tieren sein, verhaltet euch möglichst ruhig, achtet auf die Reaktionen und fahrt langsam – haltet euch trotzdem bereit, dass ihr im Notfall schnell verschwinden könnt.
  • Wollt ihr die Tiere länger beobachten, stellt dabei den Motor aus. Macht es euch aber nicht zu bequem, sodass ihr hier ebenfalls schnell auf eine drohende Gefahr durch Tiere reagieren könnt.
  • Straßen auf denen Allradantrieb empfohlen wird, solltet ihr auch nur mit Allradantrieb befahren. Sicher ist sicher!
  • Solltet ihr liegen bleiben, weil ihr einen Platten habt o.ä. und keinen Handyempfang habt – wartet auf zufällig vorbeikommende Besucher oder Ranger, die Hilfe holen. Steigt nicht aus!
  • Einen direkten Wildtierkontakt außerhalb des Autos solltet ihr so sicher vermeiden können. Interessiert ihr euch dennoch für das richtige Verhalten, schaut mal auf dieser Seite vorbei.

Hier durften wir aussteigen.

Wohlbefinden auf Safari

Beim Wohlbefinden meinen wir in erster Linie euer persönliches Wohlbefinden auf Safari. Das Wohlbefinden der Tiere wird weitreichend gewahrt, wenn ihr euch die Hinweise zum respektvollen Umgang zu Herzen nehmt. Fehlen noch ein paar Wohlfühl-Tipps für euch:

  • Tragt bequeme Kleidung, ihr werdet sehr viel im Auto sitzen!
  • Nehmt ausreichend Essen und Getränke mit auf eure Safari. Restaurants sind sehr rar in den Nationalparks.
  • Informiert euch auf den vorhandenen Karten über Toiletten und Rastmöglichkeiten. Unterschätzt die Entfernungen nicht.
  • Achtet auch im Auto auf ausreichenden Sonnenschutz!
  • Habt Geduld! Es kann wirklich lange Durststrecken ohne Tiersichtungen geben. Genießt dann doch die wunderschöne afrikanische Savanne!
  • Besondere Medikamente braucht ihr in der Regel nicht. Wir greifen auf unsere normale Reiseapotheke zurück. Im Zweifel fragt aber vorsichtshalber noch euren Hausarzt!

Seid Vorbilder

Wir sind keine Safari-Profis. Dennoch ist es uns wichtig diese Hinweise deutlich zu kommunizieren, da wir zwei krasse Negativbeispiele auf unseren Safaris erlebt haben: So wollte sich ein ganz ungeduldiger Fahrer an zwei Autos vorbeidrängeln, die auf der Straße standen. Dabei hat er allerdings nicht darauf geachtet, warum die Besucher dort standen und hätte fast eine kleine Schildkröte überfahren. Letztlich konnte er nur durch Tür aufreißen und winken gestoppt werden.

Fast ein Unglück…

Ein anderer Besucher hatte es ebenfalls eilig und fuhr mit geschätzt 70 km/h im Slalom an Giraffen, Zebras, Antilopen und uns vorbei. Eine Gefahr für alle in dem Bereich!

Zum Glück konnten die vielen tollen (sicheren) Begegnungen weit überwiegen und diese beiden Negativbeispiele rückten in den Hintergrund. Verhaltet euch respektvoll, bedacht auf eure Sicherheit und euer Wohlbefinden und unvergessliche Erfahrungen sind auch auf eurer Safari vorprogrammiert!

Buchtipp

Zu guter Letzt noch ein Buchtipp: Der Safari Reiseführer von Ruud Troost*. Dieser Reiseführer stellt euch ein paar Nationalparks und die im südlichen Afrika vorkommenden Tierarten vor. Seid ihr euch bei einer Sichtung nicht sicher, um was für ein Tier es sich handelt, könnt ihr es in dem Reiseführer nachschlagen. Ein sehr spannender Begleiter!

Seid ihr auch schon auf Safari gewesen? Habt ihr weitere Tipps oder Hinweise? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular und teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf euer Feedback!