Wunderschöner Blick auf die Felsenstadt Tropea, links der Stadtstrand und das Meer

Kalabrien: Unser ungeplanter Kurztrip nach Tropea!

Wie ist es ungeplant nach Tropea in Kalabrien zu reisen? Spannend, aufregend, ungewiss und völlig neu für uns. Einige von euch fragen sich jetzt vielleicht: Warum ungeplant? Julia und ich haben das Abenteuer gewagt einen Kurztrip bei Unplanned zu buchen. Unplanned hat den Trip anhand unserer Vorlieben für uns organisiert. Erst zwei Stunden vor unserem Abflug haben wir unseren versiegelten Umschlag geöffnet und mit großen Augen auf unser Reiseziel geschaut: Kalabrien!

Wäre eine solche Überraschungsreise auch etwas für euch? Dann schaut euch unbedingt auch unseren Gastbeitrag bei Unplanned an. Dort berichten wir über unsere Erfahrung vom ersten Kontakt bis zu dem Moment am Flughafen, als wir den Umschlag öffneten. 

Julia und MArcel mit einem Kalabrien-Schild in der Hand.

Die FERNWESEN kennen endlich ihr Ziel!

In diesem Artikel zeigen wir euch ein bisschen von dem, was wir in Kalabrien gesehen und erlebt haben.

Geheimnis gelüftet

Wir wussten also, wo es für uns hingeht – endlich! Doch ehrlich gesagt, standen wir direkt vor der nächsten Frage: Wo liegt Kalabrien? Unser erster Gedanke war Spanien. Naja, knapp daneben. Süditalien ist es, fast die Stiefelspitze. Ein Reiseziel, das wir so gar nicht auf dem Zettel hatten. Begeistert und motiviert schnappten wir uns gleich das Travelbook, das Unplanned für uns zusammengestellt hat. Wir hatten ja immer noch keine Ahnung was uns erwartet. Unsere Unterkunft ist in Tropea stellten wir fest. Tropea? Die nächsten Fragezeichen schwirrten um unsere Köpfe. Unsere Neugier wurde nun riesig und wir fingen an zu googeln. Die ersten Ergebnisse der Bildersuche waren direkt ein Kracher! Wow! Eine kleine italienische Stadt, direkt am kristallklaren tyrrhennischen Meer – genial!

Das selbstgemachte Travelbook von unplanned.de

Das Travelbook, unser Reiseführer von unplanned.de

Start ins Unbekannte

Knapp drei Stunden Flugzeit und wir waren in Süditalien angekommen. Die Flugzeit haben wir sinnvoll genutzt und unser Travelbook ausführlich studiert. Bei den vielen tollen Tipps dachten wir ganz schnell: Schade, dass wir nur zweieinhalb Tage hatten, wir könnten es bestimmt länger in Kalabrien aushalten.

Am Flughafen wartete bereits unser kleiner Mietwagen auf uns. Ein Auto ist unsere absolute Empfehlung in Kalabrien. Wir haben in der kurzen Zeit, dank der Tipps und unseres Wagens viele schöne Gegenden und entzückende kleine Ortschaften gesehen, die wir ohne eigenes Auto wohl nicht angesteuert hätten. Zufrieden fuhren wir mit unserem Nissan Micra direkt auf unser nächstes unbekanntes Ziel zu: Unsere Unterkunft. Als wir das Zimmer betraten und nach draußen schauten, waren wir vom Ausblick begeistert: Ein direkter, unverbauter Blick aufs Meer! Großartig!

Gebaut auf Felsen

Nicht nur das Wahrzeichen Tropeas, die Wallfahrtskirche Santa Maria Dell’Isola, wurde auf Felsen errichtet. Die gesamte Altstadt Tropeas erhebt sich 40 Meter über den Stränden und dem Meer und bietet traumhafte An- und Aussichten. Genauso sehenswert sind die jahrhundertealten Bauten, die die engen Gassen der pittoresken Altstadt formen. Ideal zum Bummeln, denn auch wenn ihr nichts mehr vermutet, könnt ihr durchaus noch auf einen kleinen Laden oder ein niedliches Lokal treffen.

Vom Felsen auf dem die Wallfahrtskirche erbaut ist oder einer der Aussichtsstellen der Altstadt könnt ihr bei klarer Sicht übrigens bis zur Vulkaninsel Stromboli schauen. Wir hatten leiden keinen perfekten Blick und konnten nur die Umrisse des über 900 Meter aus dem Wasser ragenden, aktiven Vulkan sehen.

Runter zum Strand

Aus der Altstadt führt eine Treppe hinab zu den Stränden direkt neben der Wallfahrtskirche. Zwei wundervolle Sandstrände am azurblauen Mittelmeer.  Hier kommt Karibikflair auf. Ein Stückchen weiter Stadtauswärts wird der Strand kieselig. An diesem Teil des Strandes sind die einzelnen Abschnitte den Hotel- und Pensionsgästen vorbehalten, glauben wir zumindest. Ihr könnt hier entlang schlendern, euch hinlegen und baden. Die Sonnenliegen und -schirme sowie die angebotenen Strandaktivitäten sind allerdings für die Gäste reserviert – wir wurden direkt nach unserer Unterkunft gefragt, als wir Liege und Sonnenschirm belegten. Ihr bekommt zwar eine freie Liege und einen Sonnenschirm, müsst aber einen ziemlich happigen Preis dafür bezahlen, wie wir hörten. Da empfehlen wir euch eher einen Strandabschnitt direkt an der Wallfahrtskirche mit Badetuch und eigenem kleinen Sonnenschirm.

Rossa di Tropea

Der Star Tropeas scheint eine Zwiebel zu sein – die Rote von Tropea. Überall hängt sie zu Zöpfen gebunden, ihr könnt sie in allen möglichen Dekovarianten erwerben und natürlich auch essen. Und das solltet ihr. Egal ob auf der Pizza oder im Salat – scheut euch auch nicht vor der Zwiebelmarmelade. Diese Rote Zwiebel ist sehr süß, sehr lecker und sehr gesund. Nicht umsonst ist sie in ganz Italien und auf der Welt so bekannt.

Störende Autos

Leider sind die Autos nur in den Sommermonaten komplett von den Straßen der Altstadt verbannt, sodass man den Rest des Jahres immer mal wieder Platz für ein Vierrad machen muss. Jedoch ist das kein Problem Tropeas. Auch in den umliegenden Ortschaften war der Verkehr durchaus störend. Letztendlich konnten wir uns damit aber natürlich arrangieren.

Entspannung auf dem Meer

Mit dem Rauschen des Meeres im Ohr wachten wir früh an unserem ersten Morgen in Tropea auf. Unsere nächste Überraschung stand an: Eine Bootstour zum Angeln und Schnorcheln. Angeln klingt für viele langweilig – für uns zunächst auch. Als wir dann aber am Heck des Bootes auf unseren Klappstühlen saßen und warteten, dass die Rute zuckt, merkten wir, dass es gar nicht langweilig war, sondern überaus entspannend. Wir konnten wunderbar in der Sonne chillen und den Blick auf die Küste Kalabriens genießen, während wir raus aufs Meer und die Küste entlang fuhren. Das Genießen wurde auch nicht unterbrochen, da weder die Doraden noch die Thunfische Interesse an unseren Ködern zeigten.

Da die Fische also nicht aus dem Wasser kommen wollten, gingen wir ins Wasser. Das Mittelmeer hatte noch ca. 23°C. Also Augen zu, ins Wasser klettern, 30 Sekunden unregelmäßige Schnappatmung und los schnorcheln. Eine halbe Stunde schauten wir uns die Unterwasserwelt an. Knallbunte oder sehr große Fische findet ihr vor Pizzo nicht, das Schnorcheln macht in dem schönen, kristallklaren Wasser dennoch sehr viel Spaß.

Wieder auf dem Boot angekommen, wartete eine leckere, kleine Überraschung am Bug auf uns.

Geburtsstadt des Tartufo

Nach unserer Bootstour ging es für uns weiter nach Pizzo. Nicht nur dank des Travelbooks wussten wir, dass wir dort eine süße Pause einlegen können. Auch unser Kapitän schwärmte von dem Tartufo in den Cafés der Stadt. Eine Köstlichkeit für alle Schleckermäuler. Das traditionelle Tartufo besteht aus einer Kugel Vanilleeis mit flüssigem Schokokern, umgeben von Schokoladeneis und Kakaopulver. Unglaublich lecker!

Pizzo lädt jedoch nicht nur zum Schlemmen ein. Ihr könnt auch total gut durch die die kleinen, verträumten Gassen des kleinen Ortes bummeln und von der Aussichtsplattform am Marktplatz den Blick über das azurblaue Meer schweifen lassen.

Ein faszinierendes Kap

Das Capo Vaticano bietet einen grandiosen Blick über die Strände von Ricadi. Darüber hinaus bietet das Kap bei gutem Wetter eine fabelhafte Sicht bis zur Straße von Messina. Dieses Kap ist ideal um einfach die grandiose Aussicht auf die prächtige Natur zu genießen. Feigenkakteen an den Felsen der Bucht und das azurblaue Meer laden förmlich dazu ein.

Was wir nicht geschafft haben

 Kalabrien bietet euch viele, viele weitere tolle Ausflugsziele. Neben dem Fischerstädtchen Scilla, das bildschön sein soll und vielen anderen herrlichen Orten, könnt ihr einen Ausflug nach Sizilien machen oder eine Bootstour zur Vulkaninsel Stromboli. Oder ihr mietet euch einen Roller und macht eine Strand-Hopping-Tour wie wir sie auf Elba gemacht haben.

Wir waren ca. 2 ½ Tage in Kalabrien unterwegs, daher konnten wir natürlich nicht alles sehen und erleben. Ihr könnt jedoch problemlos mehr Zeit in Kalabrien verbringen, es gibt genug zu entdecken!

Top oder Flop?

Kalabrien war absolut top! Atemberaubende Aussichten, tolle Strände und Buchten, wunderschöne kleine Städte und ganz viel Erholung. All das wurde uns geboten. Und wir haben es uns nicht einmal ausgesucht, mussten nicht planen. Genial! Wir waren begeistert und möchten dem Team von Unplanned auch an dieser Stelle sagen: Vielen Dank für den tollen, ungeplanten Kurztrip!

Seid ihr auch schon in Kalabrien? Oder habt ihr schon eine Reise mit Unplanned.de gemacht? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular und teilt eure Erfahrungen mit uns. Wir freuen uns auf euer Feedback!