Globus mit zwei roten markierungen in Finnland.

Finnland: So planten wir unser Winterabenteuer!

In diesem Artikel zeigen wir euch, wie wir an die Planung unserer Finnland Reise herangegangen sind. Zudem geben wir euch noch ein paar Tipps für die Planung.

Wir verschafften uns zunächst mit Infos über Finnland einen ersten, kurzen Überblick.

Infos über Finnland

Finnland ist ein skandinavisches Land im Norden Europas. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der EU. Das Land ist flächenmäßig ein wenig kleiner als Deutschland, hat aber nur ca. 5,5 Millionen Einwohner. Daher ist Finnland eines der europäischen Länder mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Offizielle Amtssprachen sind Finnisch und Schwedisch. Darüber hinaus wird Englisch eigentlich überall gut gesprochen und verstanden.

Finnland ist eines der nördlichsten Länder der Welt und daher liegt ein Drittel Finnlands nördlich des Polarkreises. Und hier finden sich die wunderschönen Wälder und die unzähligen Seen Lapplands, die sich im Winter in traumhafte, verschneite Märchenlandschaften verwandeln.

Diese Infos haben uns schon überzeugt. Wenn ihr mehr harte Fakten über Finnland sucht, schaut am besten beim Auswärtigen Amt vorbei. Es sind natürlich auch aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise für Finnland vorhanden.

Unsere Herausforderung

Unsere Finnland Planung stellte uns zunächst vor eine größere Herausforderung: Wir dachten, es sei vielleicht am besten über eine spezialisierte Reiseagentur zu buchen (z.B. Fintouring oder Nordic Winter) – so machten wir es etwa bei unserer Kuba-Reise. Also durchforsteten wir die Angebote, fanden jedoch keine für uns 100%ig passende Reise. Das muss aber nicht für euch gelten, bei uns scheiterte es z.T. auch am Reisetermin und der Kurzfristigkeit unseres Entschlusses. Zudem wurden wir anfangs ein wenig von den Preisen abgeschreckt – Lappland ist kein günstiges Reiseziel.

Was uns nach der ersten Recherche allerdings klar war, war dass es nach Rovaniemi gehen soll. Die Stadt liegt direkt am Polarkreis und neben den tollen Landschaften und Ausflugsmöglichkeiten, ist hier der Weihnachtsmann zu Hause. Für uns war Rovaniemi daher die beste Wahl für unsere erste Reise in den Schnee. Tipp: Sollten die Nordlichter für euch besonders wichtig sein, zieht vielleicht ein noch nördlicher gelegenes Ziel in Betracht. Wir hatten – trotz hoher Wahrscheinlichkeit – Pech in Rovaniemi und konnten keine Nordlichter bewundern.

Da unser Ziel feststand, sagten wir uns letztendlich, wir buchen am liebsten alleine und ganz individuell, warum soll es bei unserem Lappland-Abenteuer nicht auch klappen? Also ging es los!

Flüge

Beim Buchen der Flüge achteten wir wieder darauf einen Abflughafen in unserer Nähe zu finden. In Frage kommen für uns in erster Linie: Bremen, Hamburg, Hannover und evtl. noch Münster. Direktflüge nach Rovaniemi wurden nicht angeboten. Wir mussten also einen Zwischenstopp in Helsinki einlegen. Okay, was machen wir dann? Na klar, wir bleiben auch noch ein paar Tage in Helsinki. So flogen wir letztendlich mit Finnair ab Hamburg über Helsinki nach Rovaniemi. Auf dem Rückweg blieben wir dann noch ein paar Tage in Helsinki. Unsere Flügen fanden wir bei unseren üblichen Helfern: den Flugsuchmaschinen. Wir bevorzugen hier mittlerweile Skyscanner*, Swoodoo und Momondo.

Unterkünfte

Gerade in Rovaniemi setzte sich eine kleine, verträumte Hütte mit Sauna als unsere Wunschunterkunft in unserer Vorstellung fest. Leider wurden wir schnell in die Realität zurück geholt. Wir waren einfach zu spät dran. Erst im Dezember entschieden wir uns endgültig für Finnland als Ziel im Februar. Und das bedeutete für uns, die schönsten Unterkünfte waren schon vergeben. Deshalb der wichtigste Tipp: Bucht so früh wie möglich, wenn ihr auch von einer romantischen kleinen Hütte träumt! Und schaut , ob ihr nicht auch einen Mietwagen benötigt oder die öffentlichen Verkehrsmittel ausreichend sind, wenn die Hütte etwas außerhalb liegt.

Abhalten ließen wir uns davon also nicht. Alternativ suchten wir ein einfaches, kleines Apartment mit Sauna – davon soll es in Finnland ja einige geben. Und so war es. Bei unserer Recherche auf booking.com und Airbnb fanden wir ein schickes, kleines Apartment mit Sauna im Zentrum von Rovaniemi. Unser Tipp hier: Vergleicht auf jeden Fall die Apartments auf booking.com* und Airbnb, da bei Airbnb oft höhere Gebühren anfallen, könnt ihr vielleicht Glück haben, dass dasselbe Apartment auch bei booking.com* gelistet ist. So spart ihr eventuell noch ein paar Euro. Wir hatten das Glück.

Ausflüge

Es sollte ein Winterabenteuer für uns werden. Dazu gehören die passenden Ausflüge. Eine Übersicht über mögliche Touren hatten wir schon bei unserer Recherche nach Pauschalangeboten. Der erste Gedanke der wieder aufkam: Hundeschlitten. Zack! Unsere erste Tour stand fest. Auf jeden Fall wollten wir eine Husky-Tour machen. Dazu noch unbedingt eine Motorschlitten-Tour. Noch ein Besuch beim Weihnachtsmann, eine kleine Wanderung und eine Polarlichter-Jagd – unser Abenteuer war zu Ende gedacht. Viel leichter als gedacht!

Wir entschieden uns schnell gegen eine Schneeschuhwanderung oder eine Rentier-Safari, da Huskys und Motorschlitten mehr Geschwindigkeit und Action für uns bedeuteten. Dennoch haben wir uns noch über Conntrip, Reise2punktnull und die klassische Google-Recherche informiert, was unsere Bloggerkollegen so geschrieben haben. Nicht zu vergessen: Youtube. Wir schauen uns sehr oft Videos von unseren Reisezielen an. In diesem Fall blieben wir aber bei unseren ersten Gedanken: Huskies und Motorschlitten!

Daraufhin ging es darum, den richtigen Anbieter für unsere Abenteuer zu finden. Auch hierbei vertrauen wir auf die Google-Recherche und Vergleichsportale.

Für die Touren gibt es zahlreiche Anbieter. Wir schauten bei den Touren darauf, dass sie nach Action klangen und wir das Gefühl hatten, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Komplette Tagestouren schlossen wir dabei direkt aus, da wir auch den Ort und das nähere Umland ein wenig erkunden wollten. Tipp: Bucht die Nordlichter-Touren nicht im Voraus. Da ihr hier stark wetterabhängig seid, könntet ihr Pech die Nordlichter nicht sehen zu können. Entsprechende Touranbieter findet direkt in Rovaniemi und könnt bei passendem Wetter direkt vor Ort buchen.

Besondere Kleidung

Um die -10°C sollten uns in Lappland erwarten und auch Helsinki sollte uns nicht mit sommerlicheren Temperaturen begrüßen. Entsprechende Kleidung musste also her. Ideal ist der Zwiebellook. Mehrere Schichten isolieren sehr gut und halten schön warm. Zudem musste noch für warme Füße und einen warmen Kopf gesorgt werden.

Wir hatten beide nahezu die gleiche Taktik: Unsere erste Lage bestand aus Skifunktionsunterwäsche*, darüber zogen wir unsere normale Kleidung, gefolgt von einer Fleecejacke*. Die letzte Schicht bildeten unsere normalen Kapuzenanoraks, die wir auch in Deutschland tragen und eine Skihose*. An den Füßen trugen wir neben dicken Socken Puma-Winterstiefel*, die wir sehr empfehlen können, da sie sehr warm und rutschfest waren. Julia hatte zusätzlich noch Wärmepads* auf die Socken geklebt, so dass die Kälte nicht mehr die geringste Chance hatte. Dann noch Skihandschuhe* an die Hände, eine dicke Mütze und die Kapuze auf den Kopf und dem Schneeabenteuer stand nichts mehr im Wege. Fast nichts: Wenn der Wind ganz kalt war, griffen wir zusätzlich noch zur Sturmhaube.

Julia und Marcel in ihren dicken Anoraks, mit Mütze und Kapuze in Helsinki. Bei Julia sind durch ihre Sturmhaube nur noch die Augen zu erkennen.

Julia und Marcel in Helsinki

Seid ihr schon im finnischen Winter unterwegs gewesen? Wie lief eure Planung? Wie habt ihr euch warm gehalten? Habt ihr Fragen oder Ergänzungen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf euer Feedback!