Strand auf Cayo Coco mit feinem weißen Sand, türkisfarbenem Meer und einer grünen Pflanzenlandschaft im Hintergrund.

Etappe 5: Cayo Coco

Via Sancti Spíritus

Als wir Sancti Spiritus nach unserer Buchung erneut auf Bildern in Reiseführern* sahen, ärgerten wir uns doch ein wenig, dass wir keinen Aufenthalt in dieser schicken, bunten Stadt eingeplant hatten. Klar war also, wir lassen uns einen Besuch nicht entgehen. Somit stoppten wir auf unserem Weg von Trinidad nach Cayo Coco für einen Stadtbummel in Sancti Spiritus. Da wir lediglich 1 1/2 Stunden durch die Stadt gebummelt sind, lassen wir am besten ein paar Bilder sprechen:

Von der Insel auf die Insel

Über einen 27 km langen Steindamm fuhren wir dann weiter auf die viertgrößte Insel Kubas, die zur nördlichen Inselgruppe Jardines del Rey gehört: Cayo Coco. Zugleich ist sie nach Varadero die Haupttouristenattraktion Kubas. Dementsprechend viele All Inclusive Ressorts sind auf der Insel angesiedelt.

Cayo Coco besticht durch wundervolle, weiße Sandstrände und vor der Küste sollen traumhafte Korallenriffe zum Tauchen einladen. Darüber hinaus ist auch Cayo Coco, wie der Rest Kubas, ein perfektes Revier für Vogelbeobachter.

Auf dem Weg auf die Insel findet eine strenge Kontrolle statt. Es wird wirklich genau kontrolliert wer den Damm Richtung Cayo Coco passiert. Erlaubt ist die Überfahrt scheinbar lediglich für Touristen und Hotelangestellte. Dementsprechend ist Cayo Coco nicht zu empfehlen, wenn ihr das kubanische Leben kennen lernen wollt.

Sol Cayo Coco

Den ersten Teil unserer Stranderholung verbrachten wir im 4-Sterne-Melia Hotel Sol Cayo Coco – natürlich all inclusive, standesgemäß für eine Touristenhochburg. Wir fanden auch diese Unterkunft mithilfe unseres Navis problemlos. Auf dem Hotelparkplatz stellten wir unseren Flitzer ab, schnappten unser Gepäck und gingen zur Rezeption.

Der erste Eindruck war schon klasse: uns erwartete eine offene Lobby mit einem künstlich angelegten Wasserfall und für Begrüßungsdrinks war auch gesorgt. Wir waren aber neugierig und wollten schnell in unser Zimmer – anders als die Reisegruppe vor uns, die nicht nur Probleme mit der Verständigung hatte, sondern auch Probleme hatte Reiseunterlagen, Gepäck und (ganz wichtig) das Begrüßungsgetränk mit zwei Händen zu balancieren. So haben wir es uns vorgestellt, unser erstes All Inclusive Abenteuer…

Unser Zimmer

Als wir an der Reihe waren, ging es ganz zügig. Wir bekamen unser schickes Bändchen, die Zimmerkarten und ab ging es. Der nächste klasse Eindruck: die Zimmer sind groß, sauber und gut eingerichtet. Zwei 1,40m-Betten, ein Sofa, zwei Stühle, ein Schreibtisch, Fernseher und natürlich ein Schrank mit Safe (2 CUC pro Nacht) fanden Platz. Das Waschbecken samt großem Spiegel und Steckdosen befindet sich in einer Nische bzw. einem kleinen Flur vor der Dusche und Toilette – sehr praktisch. Der Balkon ist mit Plastikstühlen und Tisch ausgestattet. Unser war zum Pool gelegen, sodass es dort immer etwas lauter war, aber das störte uns weniger, da wir selten dort waren.

Hotelanlage und Aktivitäten

Die Hotelanlage war insgesamt sehr gepflegt. Die Lobby stach mit dem künstlichen Wasserfall, der Bar und dem kleinen Cocktailstand natürlich als erstes ins Auge. Von dort gelangt man aber direkt an den großen Pool und die zugehörige Poolbar, an der man sich mit Snacks und Getränken versorgen konnte. Kurz vorm Strand gab es noch eine tolle Bar an der man super leckere, frisch gepresste Säfte bekam – unser Favorit! Daneben gab es noch weitere Bars und Restaurants, das Angebot war hier schon sehr gut.

Neben dem Pool und den beiden Stränden (mehr dazu unten) bot das Hotel uns noch einige andere Aktivitäten. Dies waren ein kleiner Fitness-Raum, eine Tischtennisplatte, zwei Tennis-Plätze, ein Minigolf-Platz (leider war es zu windig, als wir spielen wollten), ein Volleyball-Feld, eine „Outdoor-Kegelbahn“ und ein Basketball-Korb. Wer es nicht so sportlich mochte, konnte sich gegen Gebühr Massagen buchen – wir testeten sie nicht.

Tagsüber durfte die Pool-Belustigung durch die Animateure natürlich nicht fehlen. Auf dem Programm-Zettel standen Tanz-Wettbewerbe, Bingo, Darts und diverse Wasseraktivitäten. Langeweile sollte hier also auch nicht aufkommen. Am Abend bestand das Show-Programm aus Tanz und Musik. Sehr abwechslungsreich und sehr ansehnlich. Aufgeführt wurde es in einem kleinen Outdoor-Theater auf dem Hotelgelände. Einmal musste es aber kurzerhand, aufgrund des sehr frischen, stürmischen Wetters in die überdachte Lobby verlegt werden.

Im Bereich der Lobby konnte nach Erwerb eines Zugangscodes das WLAN genutzt werden. Ein Zugangscode kostete 2 CUC pro Stunde. Genug Zeit um sich eben wieder auf Stand zu bringen. Die Verbindung war stabil und sogar recht schnell, surfen war somit gut möglich – das erste mal seit knapp über einer Woche…

Service und Essen

Der Service im Hotel ist sehr gut. Die meisten Angestellten verstehen und sprechen Englisch, was schon überaus hilfreich ist, da es auf Kuba eben nicht selbstverständlich ist. Zudem sind sie sehr nett und hilfsbereit. Vielleicht geht in europäischen Ländern alles ein, zwei Minuten schneller, aber was soll´s? Man ist im Urlaub, in der Karibik – Gemütlichkeit ist erlaubt!

Das Essen war ebenfalls sehr gut. Es gab 3x täglich ein reichhaltiges und größtenteils schmackhaftes Büffet. Wir waren durchgehend im Arcada essen. Dies ist das Hauptrestaurant am Pool. Neben dem Büffet gibt es immer ein paar Live-cooking Tresen. Hier kann man seinen frischen Burger bestellen und bei der Zubereitung zusehen, aber auch Pizza, Pasta, Fisch und Crêpes sind im Angebot. Diese frisch zubereiteten Gerichte waren besonders lecker und man ließ den Koch gerne ein kleines Trinkgeld da (meist 1 CUC).

Strände

Das Hotel verfügt mit dem Playa Las Coloradas und dem Playa Larga (siehe Beitragsbild) über zwei wirklich schöne Strände. Wir haben unglücklicherweise die falsche Zeit erwischt und konnten die Strände gar nicht so sehr genießen, da es die meiste Zeit relativ frisch und windig war. Der Wind war so stark, dass meistens die rote Flagge wehte und somit auch keine Chance auf eine Kajak-Tour oder andere Wasseraktivitäten bestand.

Insgesamt kamen wir auf etwa 4 Strandstunden. Beide Strände sind lang, breit und sauber, das Wasser ist wundervoll türkis, bequeme Liegen und Sonnenschirme aus Palmenblättern stehen ausreichend zur Verfügung – hier kann man es aushalten, sofern das Wetter mitspielt. Müssten wir zwischen den beiden Stränden wählen, würden wir uns für den kleineren Playa Larga entscheiden. Dieser liegt etwas geschützter hinter einer Landzunge und man kann bestimmt 30, 40, 50 Meter ins Wasser laufen. Darüber hinaus bietet die bewachsene Landzunge eine wirklich traumhafte Kulisse (siehe Beitragsbild).

Überzeugt euch selbst:

Sol Cayo Guillermo

Als Gäste des Sol Cayo Coco konnten wir auch die Anlage des zur gleichen Kette gehörenden Sol Cayo Guillermo nutzen. Das Sol Cayo Guillermo ist ca. 40 km vom Sol Cayo Coco entfernt und liegt auf der gleichnamigen Insel. Wer keinen Mietwagen zur Verfügung hat, kann einen Shuttlebus nutzen, der täglich mehrmals zwischen den Hotels hin und her fährt.

Das Sol Cayo Guillermo hat ebenfalls eine sehr gepflegte Anlage und befindet sich in unmittelbarer Strandnähe. Zum Strand muss man sagen, dass dieser noch ein wenig schöner ist, als der Playa Las Coloradas des Sol Cayo Coco.  Weiter auffallend ist, dass die Gäste hier in Bungalows untergebracht sind – sehr nett.

Playa Pilar

Nachdem wir das Sol Cayo Guillermo besuchten, wollten wir uns noch den Playa Pilar anschauen. Wir haben gelesen, dass es ein wunderschöner Strand mit weißem und extrem feinen Sand sein soll. Und wir müssen sagen, unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen.

Zum Strand führt ein ca. 150 – 200 m langer blauer Holzsteg über den dicht bewachsenen Dünen am Restaurant vorbei. Leider war es wieder ein wenig windig und düster an unserem „Strandtag“, dennoch war der Anblick, der uns am Ende des Steges erwartet, ein Karibik-Traum. Weißer, feiner Sand – wie versprochen – endlos viel Meer, große Liegen wie Himmelbetten und auch hier kann man meterweit ins Meer laufen. Wirklich traumhaft!

Als wir dort waren (im Februar 2016) war nicht so viel los. Dies mag zum einen an dem schlechten Wetter gelegen haben, zum anderen aber sicherlich auch daran, dass sehr viele Hotels in naher Umgebung sich noch im Bau befanden. Mittlerweile sollte man auch hier mit größeren Touristenströmen rechnen.

Videos

Deichfahrt

Playa Pilar

Sol Cayo Coco


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