Blick über das Meer von einer Bucht Elbas zur nächsten.

Elba: Unsere ultimative Strand-Hopping-Tour!

Zwei Tage Sonne, Strand und Meer auf Elba. In unserem Artikel Toskana: In acht Tagen durch fünf Städte! (Teil 2) haben wir ja schon kurz von unserer Fährfahrt, unserem Hotel und Capoliveri berichtet. Wir wollen euch hier gerne noch ein kleines bisschen mehr von Elba zeigen.

Die Insel empfing uns schon mit einem atemberaubenden Anblick: Die Küste am Hafen von Portoferraio ist gesäumt mit den typisch toskanischen ockergelben Häuschen, über ihnen thront auf einem kleinen Hügel die alte Medici-Festung und im Hafenbecken liegen kleine Segelboote und große Yachten nebeneinander. Ein wundervoller Empfang!

Elba, wundervolles Exil

Nach unserem Besuch auf Elba sind wir tatsächlich neidisch auf Napoleon Bonaparte, der von 1814 -1815 seine Exilzeit dort verbrachte. Wir waren zwar nicht auf Napoleons Spuren unterwegs, aber dass er ein Teil der elbanischen Geschichte ist, hat man mal irgendwo gehört. Interessiert ihr euch für die Geschichte? Dann erhaltet ihr hier mehr Informationen zu seinem Exil auf Elba. Unsere Gründe für den Inselbesuch waren andere: Türkisblaues Meer, kleine, süße Strände, tolle Landschaften und (ausnahmsweise) viel Erholung.

Elba ist eine kleine, glänzende Perle des toskanischen Archipels. Lediglich 32.000 Einwohner leben hier auf 224 km² Fläche. Da bleibt viel Platz für die prächtige, unberührte Natur der tyrrhenischen Insel. So wundert es auch nicht, dass die Straßen und Wege auf Elba von Palmen, Kakteen und Agaven gesäumt sind. Weinstöcke ziehen ihre grünen Linien die Berghänge hinab. Oliven- und Feigenbäume blühen im Schein der strahlenden Sonne. Wir haben es wirklich genossen mit der Vespa über die engen Serpentinen zu fahren und immer diese traumhaften Szenen im Blick zu haben.

Strand-Hopping im Südosten

Elba hat sehr viele kleine Strände und versteckte Buchten zu bieten. Dazu ist der August ein sehr heißer Monat. Bis zu 37°C zeigte das Thermometer an. Perfekt für eine kurze Strand-Hopping-Tour. Wir zogen also unsere Badesachen an, packten Schnorchel und Taucherbrille ein und ab ging es mit der Vespa von Strand zu Strand durch den Südosten. Auf Elba gibt es sehr viele Kies- und nur ein paar Sandstrände. Tipp: Wir waren froh, dass wir unsere Badeschuhe* eingepackt hatten.

Eigentlich wollten wir ganz gerne einen Bootsausflug machen – leider waren wir zu spät dran. Ihr könnt auf Elba kleine Boote bis 40 PS auch ohne Bootsführerschein mieten. Diese Möglichkeit wollten wir uns eigentlich nicht entgehen lassen. Doch wir mussten feststellen (wichtiger Tipp!): Um in der Hauptsaison ein Boot auf Elba mieten zu können, muss man schnell sein. Hier fängt wirklich nur der frühe Vogel den Wurm. Nichtsdestotrotz wird euch an den Stränden Elbas nicht langweilig. Wenn ihr nicht nur chillen wollt, könnt ihr natürlich eine Abkühlung im Meer nehmen und ordentlich planschen. Schnorcheln macht in dem wunderbaren, klaren Wasser auch sehr viel Spaß. Es sei denn ihr verliert euren Schnorchel. Ca. 2,5 Meter im Meer tauchen? Klingt leichter als es ist. Wer es so sportlich mag, kann sich – anstatt nach Schnorcheln zu tauchen – ein Surfbrett zum SUP (Stand-Up-Paddling), ein Kajak oder ein Tretboot mieten. Das klappt total unkompliziert, Bescheid sagen, Sportgerät mitnehmen und später je nachdem wie lange ihr unterwegs gewesen seid, bezahlen. Je nachdem was ihr machen wollt, zahlt ihr etwa 10,00 – 15,00 € pro Stunde.

An allen Stränden findet ihr ausreichend Restaurants, Bars und Eisdielen, sodass ihr euch zwischendurch immer wieder stärken könnt.

Bei unserer Strand-Hopping-Tour haben wir uns acht Strände angesehen:

  1. Reale: Dieser Strand liegt in einer kleinen Bucht in der Nähe von Porto Azzurro. Es ist eher ein Kiesstrand, jedoch ist auch ein wenig Sand dem Kies untergemischt. Wir waren hier Schnorcheln und Eis essen. Der Meeresgrund ist felsig und es tummeln sich einige kleine Fische dort, die man bei perfektem klaren Wasser wunderbar beobachten kann.
  2. Barbarossa: Direkt um die Ecke vom Strand Reale liegt der Strand Barbarossa. Ebenfalls in einer kleinen Bucht gelegen und mit einem Boden aus Sand/Kies-Gemisch ist auch dieser Strand wunderbar geeignet, wenn ihr wenig schnorcheln wollt. An den felsigen Enden der Bucht findet ihr ein paar interessante Spots.
  3. Innamoratta: Dieser Strand ist lediglich 5 km von Capoliveri entfernt und war somit direkt um die Ecke für uns. Die idyllische Bucht an den kleinen Gemini-Inseln ist traumhaft. Wundervolle Ausblicke, glasklares Wasser, hier fühlt ihr euch fast schon wie in der Karibik. Einziger Makel: Auch hier spürt ihr ein Kies/Sand-Gemisch unter den Füßen.
  4. Lacona: Dieser sehr lange Strand ist einer der wenigen Sandstrände auf Elba. Direkt an der letzten elbanischen Dünenlandschaft und einem Pinienwald gelegen, erwartet euch ein toller Strand, der ideal für Kinder ist, da er sehr seicht ins Meer abfällt. Am Strand von Lacona haben wir unsere ersten Stand-Up-Paddling Erfahrungen gemacht. Es hat total Spaß gemacht, auch wenn ich im Gegensatz zu Julia viel häufiger baden gegangen bin. Wenn ihr auf der Suche nach einem tollen Wassersport seid, probiert unbedingt SUP!
  5. Norsi: Ganz in der Nähe von Lacona ist der Strand Norsi, ein kleiner schwer zu erreichender Strand – es gibt nur wenige Parkplätze. Der Strand ist in zwei Teile geteilt. Auf der einen Seite findet ihr einen dunklen Sandstrand und auf der anderen einen dunklen Kiesstrand. In einer der zwei kleinen Bars haben wir uns eine ganz leckere Pizza gegönnt und dem Strandtreiben ein wenig zugesehen.
  6. Sansone: Ein weißer Kiesstrand direkt an den steilen Klippen der Nordküste Elbas. Der Abstieg zum Strand ist etwas mühsam, der Weg dort hin ist lang und steinig. Doch ebenfalls dieser Weg lohnt sich. Das Wasser strahlt in verschiedenen Blautönen, die weißen Kieselsteinchen glänzen in der Sonne, eingefasst von der rauhen Klippenlandschaft. Ein traumhafter Strand!
  7. Capo Bianco: Genauso traumhaft wie der Sansone, aber wesentlich leichter zu erreichen ist der Capo Bianco.  Auch hier findet ihr einen wundervollen weißen Kiesstrand eingerahmt von großen, weißen Klippen. Das Wasser funkelt in den tollsten Blautönen und lädt zum baden ein. Um die Szenerie hier richtig genießen zu können, haben wir uns ein Kanu gemietet und sind ein kleines Stück aufs Meer gefahren. Ein großartiger Ausblick!
  8. Barabarca: Eine schöne kleine Bucht ganz in der Nähe von Capoliveri. Am Abend als wir die Altstadt besuchen wollten, hielten wir kurz an, um die blaue Stunde für ein, zwei Fotos zu nutzen. Ein tolles Fleckchen auf Elba!

Da die meisten Strände in kleinen Buchten liegen, ist die Parkplatzsituation meist sehr schwierig. Doch mit dem Roller hatten wir wenig Probleme ein Plätzchen zu finden. Seid ihr jedoch mit dem Auto unterwegs, müsst ihr sehr wahrscheinlich einen kleinen Fußweg vom Auto zum Strand in Kauf nehmen oder sehr früh dran sein. Der Spaziergang lohnt sich jedoch in allen Fällen! Mehr zu den elbanischen Stränden erfahrt ihr bei infoelba. Hier noch einmal alle Strände auf der Karte:

Fazit

Elba ist eine wunderbare kleine Insel vor der Küste der Toskana. Einen Besuch können wir absolut empfehlen. Neben unseren Strandausflügen hat Elba noch weitaus mehr zu bieten. Ihr könnt mit der Cabinovia (Seilbahn) auf den Monte Capanne fahren, die Festungsruine Volterraio entdecken, reiten, Rad fahren oder mehr über den elbanischen Bergbau erfahren. Und nicht zu vergessen: Auf Napoleons Spuren wandeln. Letzter Tipp: Besucht Elba nicht in der Hauptsaison (Juli, August). Es war wirklich sehr, sehr voll und die Insel ist bestimmt noch schöner, wenn weniger los ist!

Habt ihr Elba auch schon besucht? Wie gefiel es euch? Habt ihr Fragen oder Ergänzungen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf euer Feedback!