Der berühmte Blick auf die Manhattan Bridge aus DUMBO, Brooklyn

Brooklyn: Ein Tag im hippen Teil New Yorks!

Brooklyn? Ja! New York ist nicht allein Manhattan. Man vergisst so oft die Bronx, Queens, Staten Island und natürlich Brooklyn. Leider hatten wir in einer Woche nicht genügend Zeit alle Stadtteile zu besuchen, zumal wir auch einen Trip nach Washington gemacht haben. Was wir aber nicht verpassen wollten, waren ein paar Eindrücke aus Brooklyn.

Brooklyn

Brooklyn wurde 1634 durch niederländische Einwanderer als Breukelen gegründet und bestand bis 1898 als eigene Stadt. Auch nach dem Anschluss an New York blieb Brooklyn eine Hauptanlaufstelle für Einwanderer und entwickelte sich so zum Melting Pot – dem Bezirk, in dem viele Kulturen aufeinander treffen.

Auf einer (Gesamt-) Fläche von 251 km² leben ca. 2,6 Millionen Einwohner in Brooklyn. Diese große Anzahl an Menschen aus vielen unterschiedlichen kulturellen Kreisen, brachte auch Probleme für Brooklyn. Die Armutsrate ist relativ hoch, was zugleich eine steigende Kriminalitätsrate in Problemvierteln bedingt. Brooklyn ist jedoch weit sicherer als der Ruf der ihm teilweise noch hinterher hängt. Bis auf einzelne Viertel (East New York, Brownsville, Canarsie) könnt ihr euch schon sicher durch Brooklyn bewegen.

Wir haben ein paar Viertel bei ausgedehnten Spaziergängen etwas genauer unter die Lupe genommen:

Brooklyn Heights & DUMBO

Dumbo steht für „Down Under the Manhattan Bridge Overpass“ und liegt zwischen der Brooklyn und der Manhattan Bridge. Um das das Viertel u.a. für Investoren attraktiver zu machen, hat man ihm die Abkürzung Dumbo gegeben – sehr gute Idee. Südlich von Dumbo liegen die Brooklyn Heights, ein ziemlich cooles und beliebtes Wohngebiet in Brooklyn.

Die Brooklyn Heights und Dumbo waren früher – wie ganz Brooklyn – von Fabrik- und Lagerhäusern geprägt. Dies ist den Vierteln auch heute noch anzusehen. Die alten Fabrikgebäude mit den roten Ziegelsteinen sind, neben den historischen Brownstones und den Alleen, charakteristisch für den Charme der Viertel. Heutzutage sind sie als Künstlerviertel bekannt und liegen absolut im Trend. Es wurde viel Wohnraum geschaffen. Die alten Fabrikgebäude boten eine Menge Platz für tolle Lofts.

Die Hauptattraktion dieser Viertel ist sicherlich die Brooklyn Bridge. Direkt an ihrem Fuße liegt aber bereits die nächste Sehenswürdigkeit: der Brooklyn Bridge Park. Nehmt Platz auf einer der Sitzmöglichkeiten im Park oder entspannt auf dem Rasen mit einem fantastischen Blick auf die Brooklyn Bridge und Manhattan. Mitten im Park steht das Jane´s Carousel – ein klassisches, schönes Karussell, das aber leider unter einem gläsernen, quadratischen Pavillon verborgen ist. Ohne diesen Pavillon wäre das Karussell ein perfekter bildlicher Kontrast vor der Moderne Manhattans.

Wenn ihr den Park etwas weiter in Richtung Süden entlang geht, gelangt ihr zur Brooklyn Heights Promenade, die euch einen tollen Blick auf Downtown Manhattan bietet.

Ihr erreicht diese beiden Viertel über viele Wege. Ihr könnt sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die Brooklyn Bridge erreichen, über Wasser mit der Fähre nach Fulton Slip oder mit der U-Bahn. Hier wählt ihr, je nach Ausgangspunkt am besten folgende Stationen: Clark Street (Brooklyn Heights), Hight Street (Dumbo, zentral) oder York Street (Dumbo, nördlich).

Williamsburg

Seid ihr Serienjunkies wie wir? Dann ist euch Williamsburg sicher auch aus der Sitcom „2 Broke Girls“ bekannt. Wir wollten uns auch dieses hippe Viertel nicht entgehen lassen. Also stiegen wir in die U-Bahn und fuhren bis zur Bedford Avenue.

Wir schlenderten also durch Williamsburg. Man konnte schon erkennen, dass es ein jüdisch-orthodoxes Viertel ist, da man den ein oder anderen mit Kippa sah. Auch die hippe Szene, die Künstler und Musiker konnte man erahnen. Es gibt einige coole Läden dort, aber wir haben auch schnell gemerkt, ein Spaziergang reicht eigentlich nicht. Ein paar Tage in Williamsburg wohnen – das hat irgendwie gefehlt.

Mit der Williamsburg-Bridge und einem coolen Streetart im Rücken, machten wir uns auf den Rückweg. Unser Spaziergang führte uns zum Broadway (in Brooklyn) über den eine aufgeständerte U-Bahn verläuft (die BMT Jamaica Line). Die New Yorker finden diesen Streckenabschnitt hässlich. Wir fanden ihn jedoch sehr interessant. Es ist zwar laut, wenn eine Bahn über unseren Köpfen entlangfuhr, aber das Bild ist so außergewöhnlich dass selbst ein solches Stahlungetüm für uns einen gewissen Charme versprühte.

Dyker Heights

Die Dyker Heights sind berühmt für die imposante Weihnachtsbeleuchtung, die unzählige Häuser in diesem Viertel ziert. Auf der einen Seite findet man hier total überladene Privathäuser, voll von beleuchteten Figuren und Lichterketten. Auf der anderen Seite sind dort jedoch viele, sehr liebevoll und sehr weihnachtlich besinnlich geschmückte Häuser zu bestaunen. Schaut am besten auch unseren Artikel Weihnachten in New York City an und überzeugt euch selbst – wir haben einige Fotos und ein kleines Video aus dem Viertel für euch!

Tipps für die Wegzehrung

Da so ein Spaziergang auch recht anstrengend sein kann, müsst ihr natürlich für ausreichend Energie sorgen. Wir haben hier zwei absolute Empfehlungen für euch, wenn ihr ein kurze Pause samt schneller, leckerer Stärkung sucht!

Shake Shack

Shake Shack ist der vermutlich angesagteste Burgerladen in New York. Und das absolut zu recht. Es ist zwar etwas teurer als bei den anderen Burgerketten, dafür jedoch sehr viel leckerer.

Wir besuchten Shake Shack in Brooklyn, da vor vielen Lokalen in Manhattan Schlangen standen. 15 Minuten vor der Tür warten, wollten wir nicht. Drinnen angekommen, geht dann alles recht schnell. Man bekommt einen Summer und kann, sobald er vibriert, sein Essen abholen. Die Einrichtung ist im klassischen „Fast Food“-Stil gehalten.

Viel deutet also auf klassische Burgerkette hin. Geschmacklich finden wir Shake Shack jedoch viel besser. Das Brot ist recht weich und lecker, der Burger schwimmt nicht in Soße und das Fleisch ist saftig. Die Pommes sind ebenfalls sehr lecker. Ein Menü gibt es für ca. 12 $ – für die Qualität ein guter Preis.

Vom Hot-Dog Wagen zum vielleicht besten Burger New Yorks – Shake Shack hat uns überzeugt!

One Girl Cookies

Diese Cafés möchten wir euch noch ans Herz legen. Die One Girl Cookies passen mit ihrem Charme und ihrer Vintage-Einrichtung perfekt in den Fabrik-Charme Brooklyns. Die Cafés sind recht schlicht mit klaren Linien und in Pastelltönen gehalten. Große Fensterfronten tragen zusätzlich zu der tollen Atmosphäre bei.

Passenderweise tragen alle Cookies Mädchennamen. Doch es gibt hier weit mehr Leckereien als nur Cookies. Süße Whopie Pies, zum anbeißen aussehende Cupcakes und natürlich diverse Kaffeespezialitäten.

Wir besuchten den Laden in Cobble Hill (68 Dean St.), der in einer schönen Straße mit den für Brooklyn bekannten Brownstone-Reihenhäusern gelegen ist. Der Laden ist recht klein, ihr erkennt ihn aber an dem „Cookies“-Schild.

Brooklyn vs. Manhattan

Das Flair in Brooklyn ist ein ganz anderes. Es ist viel ruhiger und hat seinen Charme in seiner alten Optik. Kombiniert mit der Moderne ergibt sich ein überaus hipper und trendiger Look.

New York mit seinen unzähligen Wolkenkratzern ist dagegen glamourös und imposant. Es beeindruckt sicher jeden, der zum ersten Mal zu Besuch ist. Hier ist es laut, voll und hektisch.

Bei uns steht es 1:1 – Julia ist für Manhattan, ich bin für Brooklyn…

Seid ihr auch schon in Brooklyn gewesen? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr Fragen oder Ergänzungen? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schreibt uns über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf euer Feedback!